
Zur Person
Eugen Liengme entwickelt seine Sujets aus den vielfältigen technischen Möglichkeiten heraus, welche die Malkunst im Laufe ihrer historischen Entwicklung hervorgebracht hat. Dazu bedarf es nicht nur profunder theoretischer Kenntnisse über die Substanzen der Farben in Vergangenheit und Gegenwart, sondern auch reichlicher Erfahrung im Umgang mit diesen Materialien. Im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung entdeckte er, wie reizvoll es ist, den Betrachter nicht allein mit den verblüffenden Resultaten eines scheinbar perfekten Abbildes der Wirklichkeit zu konfrontieren, sondern vor allem mit der Prozesshaftigkeit der Malerei, denn die Spannung besteht im Kunstwerk oftmals in der geschickten Andeutung, weniger in der Ausführung. Diese Erkenntnis kommt in den Aktbildern deutlich zum Ausdruck.
In jenen Arbeiten erscheint zwar das Sujet – der Akt – oder die weibliche Figur als Anlass des Malens, das Bild wird jedoch von Faktoren bestimmt, die über die reine Gegenständlichkeit weit hinausweisen.
Seit 1980 werden die Arbeiten des Künstlers in Einzel- und Gruppenausstellungen rund um Zürich gezeigt.